Tischtennis Bälle

Was ein Tischtennisball taugt, konnte man früher an der Anzahl von Sternchen auf dem kleinen Ball sehen. Doch diese Methode ist inzwischen überholt. Ein Tischtennisball besteht aus Zelluloid oder aus einem Kunststoff und hat einen genormten Durchmesser von 40 Millimetern. Er wird von den Herstellern der Sportindustrie in unterschiedlichen Qualitäten ausgeliefert. Allerdings ist im laufenden Betrieb eines Tischtennisvereins es völlig unwichtig, ob der Tischtennisball nun ein, zwei oder auch drei Sterne aufgedruckt bekommen hat. Die Bälle der allerersten Qualität weichen im Gewicht, der Härtung und der Rundung nur ganz minimal vom idealen Tischtennisball ab. Die Abweichung darf maximal bei 0,5 Millimeter liegen. Um die Qualität eines Tischtennisballes zu testen, wird ein Tischtennisball auf einen Stahlblock fallen gelassen. Er muss dann eine bestimmte Höhe erreichen, um als Wettkampf tauglich zu gelten. Das Gewicht eines Tischtennisballs soll genau 2,5 Gramm betragen und darf nur eine Abweichung von 2,4 bis 2,53 Gramm haben, um noch bei einem Wettkampf zu gelassen zu werden. Die Tischtennisbälle der höchsten Güteklasse werden aus einer Höhe von 30,5 Zentimeter auf einen Stahlblock fallen gelassen, der eine gewisse Norm einhalten muss. Der Tischtennisball soll nach dem Aufschlag zwischen 24 bis 26 cm hoch springen, um als erstklassig zu gelten.

Früher gab es verschiedenen Qualitäten von Tischtennisbällen. Doch der Bundesverband der Tischtennisspieler erließ eine Verordnung bezüglich der Qualität der Tischtennisbälle. Seitdem dürfen für Wettkämpfe nur noch Tischtennisbälle der ersten Güteklasse verwendet werden. Das hatte zur Folge, dass die bei beiden minderen Qualitäten fast ganz verschwanden. Nur noch im Privatbereich gibt es Tischtennisbälle, die früher nur mit einem Stern markiert worden wären. Wo jedoch ambitionierte Spieler an die Tischtennisplatte gehen, werden nur noch die Tischtennisbälle der besten Kategorie verwendet. Vor dem Jahr 2000 wurde Tischtennis mit etwas kleineren Bällen gespielt. Allerdings versprachen sich die Verantwortlichen interessantere Ballwechsel, wenn die Fluggeschwindigkeit etwas reduziert werden würde. Darum machte sie die Tischtennisbälle etwas größer und dadurch zu erreichen, dass die Zuschauer die Ballwechsel besser verfolgen konnten. Zumal das Fernsehen öfter auch Tischtennis Veranstaltungen übertrug, sollten die Zuschauer auch die Ballwechsel besser verfolgen können. Allerdings wurden gleichzeitig die Tischtennisschläger verbessert, so dass der Effekt des langsameren Balles aufgefangen wurde. Die Spielgeschwindigkeit blieb letztendlich genauso rasant wie vorher. Anfang der 70er Jahres des vergangenen Jahrhunderts, gaben Hersteller einen gelben Farbstoff dazu. Allerdings beeinflusste der Farbstoff die Sprungkraft des Balles zu stark. Inzwischen hat man das Problem aber durch andere Farbstoffe gelöst und die Tischtennisspieler trainieren heute mit farbig markierten Bällen, um so den Spin des Balles besser erkennen zu können.

Bei der WM im Jahre 2012 sollen die Zelluloidbälle endgültig ausgemustert werden. Ab dieser WM wird nur noch mit Kunststoffbällen gespielt werden. Man will den Spielbetrieb mit den Zelluloidbällen einstellen, da die Produktion in einigen Ländern bereits verboten ist. Der neue Tischtennisball aus Kunststoff soll aber genauso zu Handhaben sein, wie der Ball aus Zelluloid und die ersten Tests von chinesischen Spielern bestätigen diese Aussagen. Es gibt außer Tischtennisspielern kaum Sammler von Tischtennisbällen, von denen allein in Deutschland jährlich über 10 Millionen Stück verbraucht werden. Tischtennisbälle werden allerdings auch manchmal zweckentfremdet. Bei der Ziehung der Lottozahlen werden ebenfalls nummerierte Tischtennisbälle verwendet und zwei Wissenschaftler nutzten 550.000 Tischtennisbälle, um das Verhalten einer Schneelawine besser unternehmen zu können. Ein Spieler kann heute zwischen den Farben weiß, gelb und orange für die Tischtennisbälle wählen.